Hundeverhalten

Das Geheimnis um die Entspannung auf Abruf bei deinem Hund

Um deinen Hund in Stress-Situationen besser unterstützen zu können, kannst du ihm beibringen sich wie auf Knopfdruck zu entspannen.

Das gibt ihm die Möglichkeit seinen Stresslevel herunterzufahren und ansprechbarer zu sein.

Kommt dir das bekannt vor:

Deine Fellnase muss zum Tierarzt und du weißt jetzt schon, dass sie das immer super stresst.

Dein Vierbeiner ist vor jeder Hundebegegnung unglaublich aufgeregt, bellt wie verrückt und zieht an der Leine den anderen Hunden entgegen.

Dein Liebling ist eigentlich eher ängstlich, aber bei Hundebegegnungen wirkt er eher aggressiv. 

Die meisten unerwünschten Verhaltensweisen unserer Fellnasen entstehen durch eine zu hohe Erregung – ob durch Angst oder Aufregung. Beides ist Stress für den Hundekörper.


Und dieser kann in den unterschiedlichsten Situationen auftreten, wie zum Beispiel bei:

  • Trennung
  • Autofahren
  • Silvester
  • Tierarztbesuchen
  • Restaurant-Besuchen
  • Hundebegegnungen
  • Besuch zu Hause
  • Müllabfuhr
  • Rennende und schreiende Kinder etc.
  • Wie deine Fellnase darauf reagiert ist natürlich sehr individuell und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie - unter Anderem - ihr Charakter, Rasse und die bisherigen Erfahrungen, die sie in solchen Situationen gemacht hat.


    Was ist klassische Konditionierung?

    Denke mal daran, was passiert, wenn du plötzlich dein Lieblingslied hörst oder ein wohliger Geruch (zum Beispiel aus deiner Kindheit) in deine Nase weht. Es steigt gleich ein schönes Gefühl (hoffentlich;) und die Erinnerung in dir hoch.


    Das Prinzip nennt sich klassische Konditionierung und ist genau das, wie du deiner Fellnase helfen kannst in herausfordernden Situationen aus der Erregung in die Entspannung zu kommen. 

    Das Ganze ist also keine bewusste Reaktion deiner Fellnase, sondern wirkt auf unbewusster Ebene. 

    Deine Fellnase kann die Reaktion also nicht bewusst steuern.


    Eigentlich kannst du es in allen Situationen anwenden, bei denen dein Hund gestresst (ängstlich oder aggressiv) reagiert. 


    Natürlich ist es kein Wundermittel, welches seine Angst komplett vergessen lässt oder er absolut tiefenentspannt sein wird in allen vorherigen Stress-Situationen. 


    Aber denke immer daran:

    Ein entspannter Hund ist besser ansprechbar und kann dadurch Herausforderungen gelassener meistern.



    Möglichkeiten der Entspannung

    Es gibt mehrere Möglichkeiten deinen Hund zu entspannen, je nachdem, was er gerne mag und wobei er sich wohlfühlt.


    Denn – so wie wir Menschen – sind auch unsere Fellnasen unterschiedlich.


    Zum Beispiel mögen manche Hunde nicht so gerne gestreichelt werden, andere wiederum können nicht genug Streicheleinheiten bekommen.

    Entspannung durch Berührung

    Entspannung durch Berührung

    Die einfachste Entspannung, die du jederzeit und überall anwenden kannst, ist deine Fellnase durch deine Berührung zu entspannen. 

    Euer Ziel ist, dass deine Fellnase herausfordernde Situationen - zum Beispiel angespannte Hundebegegnungen, Konfrontation mit Wild oder angstauslösende Situationen - mit Entspannung verknüpft.

    Entspannungswort

    Entspannungswort

    ..hilft deiner Fellnase kurz ihren Erregungszustand zu senken.

    Ein sogenannter Verhaltensunterbrecher, der seine Aufmerksamkeit auf dich lenkt und sie kurzfristig ansprechbarer macht. Hilfreich ist das zum Beispiel bei Hundebegegnungen. 

    Entspannungsduft

    Verknüpfe einen Duft mit der Emotion Entspannung bei deiner Fellnase.

    Als Entspannungsduft bieten sich ätherische Öle, wie Lavendel, Bergamotte, Kamille oder Jasmin an.

    Entspannungsmusik

    Ruhige Musik entspannt nachweislich und führt zu einem besseren Denken und bisher Gelerntes kann leichter umgesetzt werden.

    Schalte zum Beispiel klassische Musik an und bringe deine Fellnase damit in einen entspannten Zustand. 

    Oder benutze einen Tiefenentspannungs-Trainer, der hochfrequente Klangwellen abspielen kann, die deine Fellnase entspannt.

    Entspannungsdecke oder -handtuch

    Du baust eine positive Verknüpfung mit einer Decke oder einem Handtuch auf, sodass deine Fellnase gleich in einen Entspannungszustand kommt, wenn sie es sich darauf bequem macht.

    Statt Gebelle und Geknurre kannst du mit dem Aufbau einer Entspannungsdecke oder einem Entspannungshandtuch deine Fellnase entspannt - zum Beispiel im Restaurant - zu deinen Füßen liegen haben.

    Du kannst alle einzeln trainieren oder auch kombinieren (zum Beispiel Musik und Duft). 


    Jedes dieser Entspannungsverfahren beginnst du erst einmal in einer reizarmen Umgebung (zuhause). Beginne mit kurzen Wiederholungen, dafür aber mehrmals am Tag. 


    Wenn das gut funktioniert und deine Fellnase entspannt, kannst du es draußen mit wenig Ablenkung trainieren. Wenn auch das gut klappt, steigerst du langsam die Ablenkungen draußen. 


    Achte aber immer darauf, dass deine Fellnase wirklich entspannt. Sonst gehe wieder einen Schritt im Training zurück.


    Bevor du mit dem Aufbau des Entspannungstrainings beginnst, empfehle ich dir deine Fellnase gut zu beobachten und einen Zeitpunkt auszuwählen, bei dem sie komplett entspannt ist (aber nicht schläft).



    Entspannung durch Berührung

    Die einfachste Entspannung, die du jederzeit und überall anwenden kannst, ist deine Fellnase durch deine Berührung zu entspannen. 


    Dabei massierst, streichelst oder bürstest du langsam über das Fell bis deine Fellnase sich so weit entspannt, dass sie sich mit minimaler Kraftaufwendung in die Seitenlage bringen lässt und dort weiter entspannt.


    Wusstest du, dass das Kuschelhormon Oxytocin beim Streicheln deiner Fellnase für das wohlige Gefühl sorgt?! Und dass bei deinem Hund UND dir.


    Wichtig: Finde heraus, wo dein Hund gerne angefasst wird und wo nicht so gerne.


    Euer Ziel ist, dass deine Fellnase herausfordernde Situationen - zum Beispiel angespannte Hundebegegnungen, Konfrontation mit Wild oder angstauslösende Situationen - mit Entspannung verknüpft.


    Beachte, dass es Hunde gibt, die Berührungen nicht so gerne haben. In diesem Fall probierst du eines der anderen Entspannungsvarianten aus.


    Entspannungswort

    ..hilft deiner Fellnase kurz ihren Erregungszustand zu senken.

    Ein sogenannter Verhaltensunterbrecher, der seine Aufmerksamkeit auf dich lenkt und sie kurzfristig ansprechbarer macht. Hilfreich ist das zum Beispiel bei Hundebegegnungen. 


    Vergiss nicht: Es ist kein Kommando, sondern wirkt auf unbewusster Ebene. Deine Fellnase kann die Reaktion also nicht bewusst steuern.


    Aufbau:

    • Suche dir einen gemütlichen und ruhigen Ort, an dem du es dir mit deiner Fellnase so richtig gemütlich machen kannst – oder wähle einen Zeitpunkt, an dem ihr sowieso immer auf der Couch kuschelt. Wenn dein Liebling gerne angefasst wird, kannst du ihm helfen durch streicheln und massieren in die Entspannung zu kommen. Wenn er das nicht so gerne hat, kannst du es auch ohne anfassen durchführen.
    • Überlege dir ein Wort deiner Wahl (zum Beispiel ruhig, easy, calm, relax, entspann dich etc.).
    • Nimm deine Hände kurz weg.
    • Atme tief ein und aus, um dich auch nochmal bewusst zu entspannen.
    • Dann sagst du dein gewähltes Entspannungssignal mit ruhiger Stimme (ohne Ansprache deines Hundes und ohne zu flüstern).
    • Atme noch einmal tief ein und aus.
    • Danach streichelst und massierst du deine Fellnase weiter.

    Wiederhole das bis zu 3-mal hintereinander und mehrmals täglich, wenn dein Hund entspannt ist. 

     

    Wenn du das Signal sicher aufgebaut hast und bemerkst, dass deine Fellnase dabei entspannt, reicht es aus, wenn du dein Entspannungswort sagst und dann deinen Hund mit oder ohne Berührung unterstützt zu entspannen. 

    Bei der Anwendung in einer Stress-Situation beachte, dass du nach dem Unterbrechungssignal unbedingt ein anderes Signal gibst, damit du deiner Fellnase hilfst in ein alternatives Verhalten zu wechseln. Das kann ein „komm“ oder „herum“ (als Umkehrsignal) oder welche Wörter du auch immer schon mit deinem Vierbeiner trainiert hast sein.


    Wenn du eine langfristige Entspannung bei deiner Fellnase brauchst, zum Beispiel bei Trennungsangst, Angst- und Aggressionsverhalten, eignet sich eher das Training mit einem Entspannungsduft, einer Entspannungsmusik oder einer Entspannungsdecke/-handtuch


    Im entspannten Zustand kann dein Vierbeiner besser Denken und so bisher Gelerntes leichter umsetzen. 


    Entspannungsduft

    Als Entspannungsduft bieten sich ätherische Öle, wie Lavendel, Bergamotte, Kamille oder Jasmin an.

    Achte darauf, dass du ein 100%ig naturbelassenes Öl verwendest (hier findest du eine Zusammenstellung für nachfolgend erwähnte Hilfsmittel).


    Du kannst einen Vernebler benutzen. Hierbei brauchst du nur 3-5 Tropfen in etwas Wasser zu tröpfeln und ihn anzustellen.


    Möchtest du ein Kuschelkissen, Säckchen oder ein Halstuch verwenden, verdünne 3-5 Tropfen Öl in 100 ml Wasser (3 Tropfen bei kleinen, alten, kranken oder ganz jungen Hunden, 4 Tropfen bei gesunden normal großen Hunden mittleren Alters und 5 Tropfen bei gesunden großen Hunden), bevor du einen Tropfen deines Duftgemischs darauf tröpfelst. 

    Beobachte deine Fellnase gut. Beachte, dass Hunde um Längen besser riechen können als wir und der Geruch anfangs nicht zu stark ist und zu nah liegt bzw. er sich davon entfernen kann (das Halstuch nicht umbinden), bis du herausgefunden hast, welche Intensität für ihn angenehm ist.


    Um die Verknüpfung des Dufts mit der Emotion Entspannung bei deiner Fellnase aufzubauen, wählst du am besten wieder einen Moment, in der sie bereits entspannt liegt oder mit dir z.B. auf der Couch kuschelt.

     

    • Lege das Duftkissen/-säckchen oder -Halstuch in die Nähe deines Lieblings und kuschelt weiter.
    • Wiederhole dies 2–3-mal täglich für maximal 15 Minuten. 
    • Danach packst du es in einen luftdicht verschließbaren Behälter.

    Um die Wirkung aufrechtzuerhalten, erneuere alle 2-3 Tage das Öl auf deinem Tuch.


    Der Duft lässt sich gut mit Entspannungsmusik kombinieren, du kannst Duft und Musik aber auch einzeln verwenden.


    Entspannungsmusik

    Der Aufbau ist wieder gleich:

    Du wählst einen Moment, in dem deine Fellnase bereits entspannt ist und schaltest ruhige Musik an, z.B. ruhige Klassik (wichtig ist, dass die Musik nicht zu laut ist und keine Bässe enthält, die deinen Vierbeiner wieder aus der Entspannung holen könnten). 


    Wenn ich im Büro arbeite, höre ich gerne mal klassische Musik – zum Beispiel Klaviermusik (ich spiele selber Klavier) von Chopin. Sobald ich es anstelle, stellt sich bei mir eine innere Ruhe ein. Es dauert nicht lange und auch aus Nalas Richtung kommt ein tiefes gleichmäßiges Atmen. Du siehst, so einfach kann das mit der Entspannung sein;)


    Du kannst auch den RelaxoPet Pro ausprobieren. Er ist ein Tiefenentspannungs-Trainer der hochfrequente Klangwellen abspielen kann.


    Als letzte Entspannungsvariante möchte ich dir noch..

    Entspannungsdecke oder -handtuch

    ..vorstellen, da es ein besonders hilfreiches Tool ist, wenn ihr mal unterwegs seid, zum Beispiel beim Restaurant-Besuch. Statt Gebelle und Geknurre eine entspannte Fellnase zu deinen Füßen liegen zu haben (möglichst abgeschirmt von Reizen) – wie toll wäre das?!


    Vielleicht gibt es sogar schon eine Decke oder ein Handtuch, auf dem deine Fellnase sich gerne ausruht?

    Prima, dann brauchst du diese nur noch langsam außerhalb des Zuhauses als Entspannungsort aufbauen (erst im Garten, dann im reizarmen Park etc.).


    Wenn es noch keine Decke oder Handtuch gibt, baust du eine positive Verknüpfung auf. 

    Jedes Mal wenn deine Fellnase es sich dort bequem macht und sie gerne angefasst wird, massierst und streichelst du sie.

    Wenn das gut klappt, dann leg die Unterlage gerne mal an andere Orte.

    Später baust du das im Garten auf etc.

    Woran erkennst du, dass dein Entspannungssignal wirkt?

    Sichere Anzeichen, dass deine Fellnase entspannt ist, sind:

    • Ausgiebiges Gähnen
    • Räkeln, Strecken auf dem Liegeplatz in eine noch bequemere Position
    • Augen schließen
    • Tiefe Atmung

    Möchtest du mehr über die Körpersprache deines Hundes lernen und ihn in Zukunft "lesen" können?

    Dann kann ich dir das Sprich Hund!-Netzwerk von Christiane Jacobs wärmstens empfehlen (hier geht's zu ihrer Facebook-Gruppe Sprich Hund - lerne hündisch).

    Praktische Unterstützung biete ich in Workshops, Kursen und Seminaren an. Melde dich gerne zu meinem Newsletter an, um aktuelle Angebote nicht zu verpassen.

     

    Worauf du unbedingt beim Training achten solltest

    Ein kleinschrittiger Aufbau ist sehr wichtig. 

    Steigerst du den Schwierigkeitsgrad zu schnell – gehst du also zu schnell mit deiner Fellnase nach draußen und probierst das Entspannungssignal aus – kann es sein, dass es noch nicht den gewünschten Effekt hat.

    Dann gehst du wieder einen Schritt zurück und wiederholst das Training im Innenraum für einige Tage am Stück und probierst es danach noch einmal. 

    Oder draußen waren bereits zu nahe und starke Reize für deinen Hund. Dann empfehle ich dir erstmal eine reizarme Umgebung auszusuchen, wie zum Beispiel euer Garten.

     

    Deine Fellnase reagiert mit Abwehrverhalten 

    Es gibt Hunde, die sich im angespannten, wie auch entspannten Zustand nicht gerne anfassen lassen. Sie können mit Abwehr bis hin zu aggressivem Verhalten reagieren. 

    In diesem Fall musst du ganz kleinschrittig deine Fellnase an Berührungen gewöhnen. Achte immer darauf, dass sie sich wirklich wohlfühlt und nicht zum Beispiel den Kopf abwendet (Abwehrverhalten).

     

    Zu frühes Beenden eures Trainings

    Auch wenn ihr das Signal einmal erfolgreich aufgebaut habt, ist es wichtig, dass du dranbleibst. Denn dann kann deine Fellnase in allen möglichen Situationen auch ohne deine Anwesenheit mit dem Entspannungssignal zur Ruhe kommen. 

     

    Nach einiger Zeit reagiert deine Fellnase nicht mehr auf das Signal

    Wie bei anderen Signalen ist es wichtig auch das Entspannungssignal immer wieder mal zuhause in entspannten Momenten neu „aufzuladen“, wie einen Akku, damit er seine Wirkung behält.



    Du hast Fragen zur konditionierten Entspannung oder dein Liebling findet überhaupt nicht zur Ruhe und ihr braucht Unterstützung?


    Nachfolgend habe ich dir noch ein paar hilfreiche Links zu den erwähnten Hilfsmitteln zusammengestellt.


    Links zu Hilfsmitteln
    • Der Tierentspannungs-Trainer RelaxoPet Pro* hat den Vorteil gegenüber Musik aus dem Smartphone oder anderen Digitalgeräten, dass er auch hochfrequente Klangwellen besitzt, die nur dein Hund hören kann. Das heißt, dass du das Gerät einschalten kannst, ohne dass du immer mithören musst. Oder du schaltest ihn an, wenn du nicht da bist. Er ist auch praktisch für die Reise.
    • Ein Tierschutzgitter* hilft dir beim kleinschrittig aufgebauten Training gegen Trennungsangst.
    • Bei ätherischen Ölen ist es wichtig auf die Qualität und Reinheit zu achten (Aufschrift: 100% naturreines ätherisches Öl), damit sie richtig wirken. Lavendel*, Bergamotte*, Kamille* und Jasmin*.
    • Raumvernebler*: du füllst ihn mit Wasser bis zur Markierung und gibst etwa 5 Tropfen des ätherischen Öls hinzu.

    *Affiliate-Links: Bestellst du über diese Links, erhalte ich eine kleine Provision. Herzlichen Dank an dich.

    Noch mehr zum Thema..

    Mehr darüber „Was dein Stresslevel mit deinem Hund macht“ kannst du in meinem Blogartikel lesen.


    Wenn du nun Lust bekommen hast noch tiefer in das Thema einzusteigen und auch die wissenschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen, dann solltest du den ausführlichen Artikel von Dr. Ute Blaschke-Berthold (Link: https://www.easy-dogs.net/konditionierte-entspannung/) lesen.


    Auf dem größten deutschen Online-Hundekongress im November 2022 durfte ich über meine Herzensthemen Entspannung und Achtsamkeit mit der Verhaltensbiologin Ariane Ullrich (Mensch Hund) sprechen. 

    Außer unserem Interview gibt es noch ganz viele weitere interessante Hunde-Themen, die du dir ansehen kannst.

    Der Hundekongress findet einmal jährlich statt. Wenn du auf den Link klickst, kommst du automatisch zur aktuellsten Seite.

    Und das Beste ist: du kannst 10 % sparen beim Kauf eines Kongresspakets inklusive aller Inhalte plus viele exklusive Extras mit dem Gutscheincode KONGRESS-HCK*

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    Sonja Vargas Entspannter Spaziergang mit Hund in den Bergen
    Achtsamkeit

    Was dein Stresslevel mit deinem Hund macht

    Kennst du das, du stehst morgens auf und fühlst dich schon gestresst, wenn du an all deine Aufgaben denkst, die du an dem Tag erledigen musst? Dann rennst du gefühlt von A nach B und bist froh, wenn dann am Abend auch noch die Hunderunde endlich abgehakt ist. Du wunderst dich kurz etwas über vermehrt unentspannte Hundebegegnungen. Du hast aber auch nicht wirklich Energie darüber näher nachzudenken. Vielleicht war es einfach nur ein stressiger Tag. Total erschöpft gehst du ins Bett und denkst schon an die To-do’s des nächsten Tages.


    Dein Stresslevel hat einen großen Einfluss auf das Verhalten deiner Fellnase.

    Wenn du entspannter bist, überträgt sich das auch auf deinen Hund!


    Du erfährst in diesem Artikel, wie du achtsamer und damit entspannter im Alltag werden kannst. Was das mit deinem Hund zu tun hat. Und wie du es schaffst, abends nicht mehr völlig erschöpft ins Bett zu fallen. Stattdessen denkst du mit Freude an die schönen Momente des Tages zurück.

     

    Was bedeutet Achtsamkeit?

    „Achtsam sein“ bedeutet in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein.

     

    Nicht an die Vergangenheit oder die Zukunft zu denken, sondern bewusst den Moment wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten. 

     

    Wenn du also bewusst das Hier und Jetzt erlebst, kannst du nicht gleichzeitig in Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft stecken und entspannter auf herausfordernde Situationen im Alltag reagieren.

     

    Der Autopilot

    Hast du dich vielleicht auch schon mal dabei ertappt, dass du dich nicht erinnern konntest, wie du von A nach B gekommen bist? Das liegt daran, dass du im „Autopilot-Modus“ warst und tief in Gedanken genau diesen Moment nicht wahrnehmen konntest. 

     

    Oft ist unser Gehirn mit vielen Gedanken ununterbrochen beschäftigt.

    Das ist auch völlig normal, denn es ist darauf programmiert auf Situationen zu reagieren und aus vorherigen Erfahrungen zu lernen, um diese in der Zukunft anwenden zu können. Früher machte das auch total viel Sinn, um auf Gefahren schnellstmöglich reagieren zu können. Heute müssen wir jedoch nicht mehr unser Essen erjagen und auch unsere Gefahren sind nicht mehr Raubtiere. 

    Vielmehr sind unsere Tage durch Hektik und Reizüberflutung im Alltag geprägt.

    Es sind auch oft eher negative als positive Gedanken, die uns über den Tag hinweg beschäftigen und wir bekommen kaum mit, was um uns herum passiert. 


    Dir entgeht das Schöne.

    Vor Allem die schönen und positiven Momente kannst du im Autopiloten nicht richtig wahrnehmen.

     

    Die gute Nachricht ist: 

    Du kannst dein Gehirn schulen aus dem Autopiloten ins Hier und Jetzt zurückzuholen, um so bewusster die schönen Momente des Tages zu erleben.

     

    Und was bringt dir das überhaupt?

    Wenn du deinen Alltag bewusst wahrnimmst, entschleunigst du automatisch, was dich entspannt. 

    Du wirst innerlich und äußerlich ruhiger.

    Du verbrauchst weniger Energie für dieselben Aufgaben.

    Es gibt dir ein höheres Maß an Selbstvertrauen und -akzeptanz.

    Du entwickelst gleichzeitig mehr Mitgefühl für dich selbst und andere Menschen.

    Du kannst besser mit Stress umgehen.

     

    Auch erlaubt es dir die schönen Momente bewusst zu erleben. Dies kann zum Beispiel ein Lächeln eines anderen Hundebesitzers auf dem Hundespaziergang sein. Oder eine schöne Blume auf deiner Hunderunde, an der du bislang gedankenversunken vorbeigelaufen bist. Möchtest du nicht auch wieder entspannter und achtsamer durch deinen Alltag gehen? 

    Die schönen Momente bewusst wahrnehmen und genießen?

     

    Wechselwirkung zwischen dir und deinem Hund

    Unsere Fellnasen beobachten uns ständig, wenn sie in unserer Nähe sind. Daher kannst du dir sicher gut vorstellen, dass sie es sofort bemerken, wenn du dich gestresst fühlst. Unbewusst spannst du Muskeln an oder atmest nicht mehr leicht und tief. Erst viel später merkst du, dass deine Schultern oder dein Kiefer weh tut. 

    Das bekommt natürlich dein Vierbeiner direkt mit. 

     

    Ich möchte dir das an einem Beispiel aus dem Alltag genauer zeigen.


    Angespannte Hundebegegnungen

    Das kennst Du sicher: Bereits vor einer wahrscheinlich nicht so angenehmen Hundebegegnung machst du dir Gedanken, wie diese wohl ablaufen wird. Vorsichtshalber nimmst du deinen Hund an etwas kürzerer Leine oder rufst ihn zu dir, um ihn anzuleinen? Diese Anspannung bei dir vor der Begegnung überträgt sich auf deine Fellnase, die dann mit größerer Vorsicht und Anspannung dem anderen Hund begegnet. Nicht selten kann das bereits einer der Gründe sein, warum Hundebegegnungen nicht entspannt und freundlich ablaufen. 

     

    Nur was kann jetzt helfen?

    • Beobachte dich vor und in solchen Begegnungen. 
    • Atme langsam und tief ein und aus. Dadurch aktivierst du den Ruhepol deines Nervensystems (den Parasympathikus).
    • Gehe aufrecht. Lass deine Arme locker am Körper hängen.
    • Gehe mit deiner Fellnase in einem großen Bogen an dem anderen Hund vorbei, ohne deinen Liebling mit einer verkürzten Leine noch weiter einzuschränken.

     

    Und bitte auf keinen Fall an der Leine ziehen oder rucken. Die Halswirbelsäule deines Hundes ist sehr empfindlich und könnte dabei verletzt werden. Außerdem erhöht sich die Anspannung bei deinem Hund durch den Ruck nur noch mehr und bringt mehr Aggression in die Situation. Das solltest du unter allen Umständen verhindern! 

     

    Entspannung überträgt sich also von dir auf deinen Hund - und umgekehrt.

    Je entspannter ihr beide seid, desto einfacher werden bislang herausfordernde Situationen, wie zum Beispiel tägliche Hundebegegnungen.


    Du stehst vor täglichen herausfordernden Situationen mit deinem Vierbeiner und hast das Gefühl, dass du es alleine nicht (mehr) schaffst?

    Dein sehnlichster Wunsch ist es wieder entspannter und mit Freude deinen Alltag mit ihm verbringen zu können? 

    In meiner Beratung sprechen wir über eure Herausforderungen, was du dir im Zusammenleben mit deinem Hund wünschst und wie ihr das zusammen erreichen könnt.

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