Wohin mit den Pandemie-Hunden?

Pandemie Hund im Tierheim hinter Drahtzaun

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Vor ein paar Tagen entdeckte ich einen Artikel in National Geographic von der Autorin Martina Weishaupt.

Sie schreibt darüber, dass eine extreme Rückgabewelle in den Tierheimen zu erwarten ist auf Grund der aktuellen Ereignisse.

Krieg in der Ukraine, die dadurch entstehende Inflation und die steigenden Energiepreise würden Tierhalter bald zu schmerzhaften Sparmaßnahmen zwingen.


Tatsächlich sind Deutschlands Tierheime schon seit Monaten überlastet und einige haben bereits einen Aufnahmestopp ausgesprochen. Sie platzen aus allen Nähten. Was tun also mit den "Pandemie-Hunden"?

 

Corona-Pandemie, Home Office und Hunde

Es ist dir sicher nicht neu, dass während der Pandemie viele Hunde ein neues Zuhause in deutschen Haushalten erhielten. Man durfte (oder musste) aus dem Home Office arbeiten und konnte so gut die Eingewöhnung eines neuen felligen Familienmitglieds übernehmen.


Eine schöne Vorstellung in den Pausen zusammen mit der Fellnase die Natur zu genießen und wieder Energie aufzutanken. 


Schnell konnte die Flut an Anfragen nach Hunden in Deutschland nicht mehr gestillt werden und viele weitere Hunde aus dem Ausland kamen zu uns.


Illegaler Welpen- und Hundehandel

Leider förderte diese Zeit auch den illegalen Welpen- und Hundehandel. 


Das süße Foto des Welpen oder Junghundes löste verständlicherweise starke Emotionen in uns aus, sodass es oft keine große Rolle spielte welche Vergangenheit er hatte.


Man sah sich schon fröhlich spazierend durch die Natur mit dem neuen Familienmitglied.

Natürlich nichtsahnend, dass viele dieser Hunde im Welpenalter mit wenigen bis gar keinen Umweltreizen in den ersten Wochen konfrontiert wurden. 


Sehr schnell sieht die Realität dann leider ganz anders aus.

 

Prägungs- oder auch sensible Phase

Vielleicht hast du schon mal von der „Prägungsphase“ oder auch „sensible Phase“ bei Hunden gehört. 

Das ist die Phase, in der die Welpen extrem viel aufnehmen und sich das Erlernte schnell bei ihnen einspeichert.

Sie beginnt meist in der 3. Lebenswoche und hält oftmals bis zur 20. Lebenswoche an.

Eine gute Beschreibung dieser Entwicklungsphase kannst du bei der Hundeschule Fellnase finden.


Wenn Welpen in dieser Zeit wenige (positive) Reize erhalten, kann dies auch prägend für das ganze Hundeleben sein. 

Häufig können diese Hunde ihr ganzes Leben unsicher und ängstlich sein.


Sehr schnell wird klar, dass das neue Familienmitglied Schwierigkeiten mit jedem neuen Reiz hat und vermehrt Zeit investiert werden muss, um ihm Sicherheit zu geben.


Meist sind das jedoch keine Gründe einen Hund abgeben zu müssen.


Hol dir professionelle Hilfe! Gib deinen Pandemie-Hund nicht auf!

Hilfreich ist darauf zu schauen, was der Hund schon gut macht und diese Verhaltensweisen zu stärken.

Das verlagert auch gleichzeitig deinen Fokus und stärkt das Selbstbewusstsein deines Hundes. 


Mit einem positiv arbeitenden Hundeverhaltensberater, Hundeverhaltenstherapeut oder Hundetrainer kannst du im ersten Schritt lernen deinen Hund und seine Körpersprache zu lesen. Das hilft dir ihn besser zu verstehen.


Im zweiten Schritt können bedürfnisorientierte Managementmaßnahmen langsam aufbauend eingeführt werden. Wichtig ist hier, dass sie deinen Hund (und dich) nicht überfordern.

 

Gerne helfe ich dir dabei eine Lösung für eure Situation zu finden.  


Denn: Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Abgabe der Fellnase wirklich notwendig und sollte die letzte Option bleiben!

In einem unverbindlichen kostenfreien Gespräch lernen wir uns kennen und besprechen deine derzeitige Lage und wie ich dir helfen kann.


Auf meiner Über mich - Seite findest du heraus, wer ich bin und warum mir Entspannung im Alltag und der achtsame Umgang mit deinem Hund so wichtig sind.

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